Beim Klima nichts Neues…

Was sind die wichtigsten Themen in den europäischen Medien? Der Euro, die Schuldenkrise, Syrien, ein bissl Afghanistan und dann auf den hinteren Plätzen steht auch das Klima. Aber mal ganz ehrlich: Die Geschichten ums Klima ergeben langfristig nicht viel Neues.

Jeder hat es schon tausendmal gehört: Die Temperaturen steigen, der Meeresspiegel ebenfalls – und selbst das lässt sich durch eine Überprüfung an der Nordsee durch nichts wirklich belegen. Tatsächlich, für die Medienlandschaft gilt erst mal nur die Schlagzeile: Beim Klima nichts Neues. Und nur mit Neuigkeiten lassen sich Abnehmer locken.

Selbst der Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung Hans Joachim Schellnhuber hat jetzt im Telefon-Interview in der Sendung IQ auf Bayern2 die Medien und die Öffentlichkeit deutlich dafür kritisiert, in welcher Nebenrolle das Klima in der Berichterstattung derzeit zur Sprache kommt. Klimageschichten haben in Deutschland derzeit keine Chance gegen die Euro-Krisen, gegen die ständigen Gipfeltreffen, die ständig bangen Fragen, wie es mit der gemeinsamen Währung weitergehen soll.

Soweit so gut. Damit müssen wir in Europa erst mal leben. Dennoch: Die letzten Klimagipfel waren für die deutsche Boulevardpresse eher ein laues Lüftchen als ein Tornado, Letzteres wäre aber aufgrund aktueller Zahlen nötig gewesen!

Andererseits erlebt die Medienlandschaft in den letzten zehn Jahren eine Revolution, durch die sie immer „sozialer” wird. Social Media haben letztlich auch den Arabischen Frühling erst möglich gemacht – warum dann nicht die Bekämpfung des Klimawandels? Das ist eine der zentralen Fragen, um die es in diesem Blog gehen wird. Und auch der soll sozial bleiben: Jeder Kommentar ist willkommen!